HolzNewsletter.de: Vietnams boomende Möbelbranche
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== HCN HolzConsulting Niedermeier - 05/2008 (2) ==
Unsere Themen:
• Vietnams boomende Möbelbranche importiert Ausrüstungen
• Berater Roland Berger und Banken ringen um Zukunft der Sägegruppe Klausner Preise für Nadelschnittholz auf
• Talfahrt Umsatz der Sägeindustrie sinkt Holzzölle: Hauptproblem in WTO-Verhandlungen RU-EU Aktuelle
• Stellen-Gesuche & -Angebote aus Holz & Forst unter HolzHeadHunter.de
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Vietnams boomende Möbelbranche importiert Ausrüstungen (bfai)
-Exportdynamik bietet Absatzchancen für Holzbearbeitungsmaschinen / Starke asiatische Konkurrenz-
Von Bernd Schaaf
Hanoi (bfai) - Vietnam hat sich in den vergangenen Jahren als großer Exporteur von Holzerzeugnissen positioniert. Bis 2020 sollen jährlich Möbel im Wert von 8 Mrd. US$ ausgeführt werden. Diese Entwicklung bietet gute Chancen auch für deutsche Lieferanten von Holzbearbeitungsmaschinen, da eine einheimische Herstellung kaum existiert. Der Konkurrenzdruck ist allerdings groß - vor allem durch asiatische Anbieter, in erster Linie aus Taiwan. An der "Viet Nam International Furniture & Home Accessoires Fair" (VIFA 2008) nahmen 150 Aussteller teil.
Vietnam hat sich in den letzten Jahren zu einem der weltweit größten Exporteure von Holzerzeugnissen gemausert. Die Ausfuhren beliefen sich 2007 nach Angaben des General Statistics Office (GSO) in Hanoi auf einen Wert von knapp 2,4 Mrd. US$ - ein Zuwachs von 24% im Vergleich zum Vorjahr. Auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres konnten Ausfuhrerfolge erzielt werden. Die Exporte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28% auf 470 Mio. $. Treffen die Vorhersagen der Vietnam Forestry Association (Vietfores) zu, so könnten bis 2010 Erlöse in Höhe von 4 Mrd. $ jährlich erzielt werden, und für 2020 sind 8 Mrd. $ an Ausfuhrerlösen im Visier. Vietnam hat inzwischen Indonesien und Malaysia überholt und ist größter Exporteur von Holzerzeugnissen in der ASEAN-Region geworden. Größtes Abnehmerland sind die USA, deren Bezüge 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 35% auf knapp 1,5 Mrd. $ anzogen. Dies waren etwa 4% der gesamten US-Einfuhren in diesem Sektor. Um die ehrgeizigen Ausfuhrziele zu erreichen, ist die Holzindustrie ganz wesentlich auf die Einfuhr von Holzbearbeitungsmaschinen angewiesen, da eine eigene Erzeugung von entsprechenden Ausrüstungen kaum vorhanden ist. So stiegen 2007 die Importe in diesem Segment nach ersten Schätzungen im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf etwa 95 Mio. $.
Damit ist Vietnam einer der größten Abnehmer von Holzbearbeitungsmaschinen in Südostasien geworden - zusammen mit Malaysia und Thailand. Der Markt wird auch für deutsche Lieferanten interessanter. Allerdings wird die Einfuhr von Taiwanern dominiert, die regelmäßig mehr als 50% der Bezüge abdecken. Vietnam war 2007 im Sektor Holzbearbeitungsmaschinen Taiwans weltweit viertwichtigster Kunde - nach den USA, der VR China und Kanada. Weitere große "Player" sind die VR China, Japan und Italien. Hanoi ist bisher nicht in der Lage, die benötigten Vorerzeugnisse komplett selbst zu erzeugen. Die Importabhängigkeit soll sich sogar noch erhöhen. Waren 2005 etwa 44% der Ausfuhren von Auslandsbezügen abhängig, so soll sich dieser Wert bis 2010 auf 50% erhöhen.
Die Holzproduktion in dem südostasiatischen Land konzentriert sich auf drei Regionen, auf die zusammen nahezu zwei Drittel der gesamten Erzeugung entfallen: North East (26,8%), Mekong River Delta (20,2%) sowie South Central Coast (16,0%). Allerdings werden nicht alle Flächen bearbeitet. Nach Angaben des Ministry of Agriculture and Rural Development (MARD) sind derzeit 8,5 Mio. Hektar (ha) für die holzverarbeitende Industrie vorgesehen. Vietfores beziffert die Anzahl der Branchenbetriebe auf etwa 2.000, die überwiegend klein sind. Insgesamt 700 Branchenunternehmen sollen für den Export produzieren, darunter 300 Betriebe mit Auslandskapital.
Zu den größten "Playern" im Lande gehört die börsengelistete Truong Thanh Furniture Corporation mit einem Umsatz von knapp 40 Mio. $. Die Firma soll nach Presseangaben etwa 100.000 ha Wald bewirtschaften. Eine nennenswerte Größe hat auch Hoang An Gia Lai, die Flächen sowohl in Vietnam als auch in Laos bearbeitet und unter anderem eine große holzverarbeitende Fabrik mit 1.300 Mitarbeitern in der Provinz Gia Lai besitzt. Weitere größere Firmen sind Viet Collection, Savimex, Mifaco, Scanisa, AA Corp. sowie Lee´s Furniture.
Die Produktion der holzverarbeitenden Industrie entfällt zu 60% auf Möbel und zu 11% auf Schnittholz. 13% stellen Erzeugnisse des Kunstgewerbes, 4% entfallen auf Rattan- und Bambusprodukte, ebenfalls 4% auf Pellets sowie 8% auf "Sonstiges". Die Holzverarbeitung als wichtiger Pfeiler des vietnamesischen Exports wird auch von Entwicklungshilfeorganisationen unterstützt. So hat beispielsweise der Finanzarm der Weltbank, die International Finance Corporation (IFC), die Firmen Khai Vy Corporation und Theodore Alexander mit Krediten gefördert. Auch die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) engagiert sich. So soll das 2005 ins Leben gerufene Vietnamese-German Forestry Programme die Effizienz des Sektors erhöhen, Workshops organisieren und berufliche Weiterbildung ermöglichen. Im Rahmen eines PPP-Projektes mit der Truong Thanh Furniture Corporation in der Provinz Dak Lak gewährt die GTZ technische und Managementunterstützung.
Die wichtigste jährliche Messe für die vietnamesische holzverarbeitende Industrie fand vom 14.3. bis 18.3.08 in Ho Chi Minh City (HCMC) statt. An der von der Handicraft and Wood Industry Association of HCM City (HAWA) durchgeführten "Viet Nam International Furniture & Home Accessoires Fair 2008" (VIFA 2008) nahmen insgesamt 150 Firmen teil, darunter 70% holzverarbeitende Unternehmen, 20% stammten aus dem Kunstgewerbe und weitere 10% waren Händler und Service-Dienstleister. (Quelle: bfai)
(>>>> Ausführlicher Artikel inkl. Tabellen usw. auf www.holzconsulting.de)
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Berater Roland Berger und Banken ringen um Zukunft der Sägegruppe Klausner
-Die US-Geschäfte sollen die Fritz Klausner-Gruppe, Global Player in der Säge-Branche, in Bedrängnis gebracht haben. An der Restrukturierung tüftelt Berater Roland Berger-
von Kid Möchel/Leo Himmelbauer, WirtschaftsBlatt
20.05.08 - St. Johann. Der Säge-Konzern des Tirolers Fritz Klausner (1.800 Mitarbeiter, rund 712,5 Millionen € Umsatz), Selfmade-Global-Player in der Holzbranche, kämpft mit massiven Finanz-Problemen. Für Mittwoch haben die Klausner Trading International und ihre Rechtsberater die Banken zu einer Krisen-Besprechung am Münchner Flughafen geladen. Darunter sind: Deutsche Bank, Badenwürttembergische Bank, Dresdner Bank, HVB, Bayrische Landesbank, Westdeutsche Landesbank Girozentrale, Commerzbank sowie RLB OÖ, Hypo Alpe Adria Bank, BA-CA und Investkredit. Mit an Bord ist das deutsche Beratungsunternehmen Roland Berger, das von Klausner kurzfristig engagiert wurde.
Worst-Case-Szenario heftig dementiert
Zuvor war ein für 15. Mai anberaumter Banken-Gipfel verschoben worden. Zugleich war auch die Zusammenarbeit mit einem Münchner Berater beendet worden. Angeblicher Grund: Auffassungunterschiede bei der Fortführungsprognose. Die vom Berater getroffenen Darstellungen sollen laut Unternehmensangaben mit der aktuellen Unternehmensentwicklung nicht übereinstimmen. Außerdem soll der Münchner Berater nur ein Worst Case Szenario in Sachen Fortführung erstellt haben, aber kein „Realistic Case" oder „Best Case Szenario". Die Worst-Case-Prognose, die anhand der Zahlen der ersten drei Monate 2008 erstellt worden sein soll, soll einen 100 Millionen € Konzern-Fehlbetrag ergeben. Dem Vernehmen nach wird die Höhe der Lücke heftig dementiert. Indes soll nun ein Roland Berger-Team anhand der Ist-Zahlen der ersten vier Monate 2008 eine realistische Planung erstellen und den Banken die weiteren Fortführungs-Schritte darlegen.
KSV: "Keine Kreditempfehlung"
Dem Vernehmen nach sollen die US-Geschäfte das Liquiditätsproblem ausgelöst haben. So soll Klausner indirekt Betroffener der Subprime-Krise sein, weil der Preisverfall dramatisch war. Laut KSV1870-Auskunft gilt die finanzielle Lage der Klausner-Gruppe u.a. durch die angespannte Situation am US-Markt, dem Hauptexportland, als beengt. Der KSV1870 rät zu „keiner Kreditempfehlung". Das Unternehmen bzw. seine Rechtsberater geben unter Hinweise auf den Banken-Gipfel gegenüber dem WirtschaftsBlatt keine Stellungnahme ab.
125 Millionen € über Anleihe geholt
Vor etwas mehr als einem Jahr sorgte die Klausner Gruppe mit einer Unternehmensanleihe für Schlagzeilen. Der Bond mit einer Laufzeit von sieben Jahren sollte ein Volumen von 100 Millionen € bekommen. Das Emissionskonsortium, angeführt von der Investkredit, RZB und UniCredit, konnte aber wegen guter Nachfrage gleich 125 Millionen € bei institionellen Anlegern platzieren. Das Geld wurde zur Optimierung der Finanzierungsstruktur und zum Ausbau des in Niedersachsen zugekauften Sägewerks benötigt, womit die Produktionskapazität auf vier Millionen Kubikmeter Schnittholz erhöhte. Fritz Klausner wies bei der Pressekonferenz anlässlich der Anleihe auf den im Jahr zuvor von 383 auf 537 Millionen € gestiegenen Umsatz seiner Gruppe hin. Verkauft wurden damals 3,5 Millionen Kubikmeter (bei einem Einschnitt von 5,8 Millionen Festmetern), zu 80 Prozent in Exportmärkten wie USA, England, Japan, Korea, Vietnam, China und Australien. (Quelle: WirtschaftsBlatt, Wien)
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Preise für Nadelschnittholz auf Talfahrt
Nachdem die Preise für Nadelschnittholz im Jahr 2006 sprunghaft gestiegen waren, erreichten sie im Februar 2007 ihren Höhepunkt. Seitdem befinden sie sich auf Talfahrt. Der Orkan Kyrill verursachte im Januar 2007 deutschlandweit einen Sturmholzanfall von rund 37 Millionen Festmetern. Der Sägeindustrie stand somit reichlich Rohstoff zur Verfügung. Ein deutlich erhöhtes Schnittholzangebot in Verbindung mit einer stark rückläufigen Auslandsnachfrage bewirkte einen stetigen Preisrückgang, der auch zu Beginn 2008 nicht gestoppt werden konnte.
(Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, www.zmp.de, 21.05.2008)
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Umsatz der Sägeindustrie sinkt
Die Sägeindustrie hat im ersten Quartal 2008 mit knapp 825 Millionen Euro elf Prozent weniger umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Inland sank der Umsatz deutlich um 16 Prozent auf 483 Millionen Euro. Der Auslandsumsatz dagegen lag mit rund 342 Millionen Euro etwa drei Prozent niedriger als im ersten Quartal 2007. (Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, www.zmp.de, 21.05.2008)
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Holzzölle: Hauptproblem in WTO-Verhandlungen RU-EU
Die hohen Exportzölle für Holz sind das schwierigste Problem bei den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Russland über den Beitritt der Russischen Föderation zur Welthandelsorganisation (WTO). Das teilte der Sprecher der Europäischen Kommission, Peter Power, mit. (Quelle: RIA Novosti|russland.RU)
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Mit freundlichen Grüssen
Ihr HolzNewsletter.de-Team
